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| Raus mit Applaus |
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Handball: Eintracht Hiltrup ist längst abgestiegen – aber nicht ohne Ziele
Die DJK Eintracht Hiltrup ist auf Abschiedstour in der Handball-Landesliga. Längst steht das abgeschlagene Schlusslicht als Absteiger fest. Einfach auslaufen lässt das Team die Saison allerdings nicht.
Von Uwe Niemeyer
Münster. Ob es ein Comeback in der kommenden Spielzeit gibt, steht in den Sternen. „Wenn ich sehe, wie Münster 08 und Nordwalde alles abgrasen, müssen wir einen gesicherten Mittelfeldplatz anvisieren. Mehr ist möglich, aber schwierig, da die Konkurrenz aufrüstet“, riskiert Martin Halfmann schon mal einen Blick in das kommende, dann das zweite Jahr auf der Trainerbank der Eintracht.
Doch eigentlich beschäftigt er sich viel lieber mit den aktuellen Aufgaben. „Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, noch einen Sieg zu landen“, sagt er vielmehr. Gerade ein Saisonerfolg weist die Bilanz bei 22 Niederlagen auf – zum Teil unglücklichen Niederlagen, wie vor Wochenfrist das 32:33 gegen Neuenkirchen
in buchstäblich letzter Sekunde. Es wäre Punkt Nummer drei und das erste Remis gewesen.
Heute aber soll es Sieg Nummer zwei werden, führt der Spielplan doch zum Tabellennachbarn und Vorletzten HSG Hohne/Lengerich. Und dabei setzt der Eintracht-Trainer auf die intakte Moral des Absteigers. „Die Jungs müssen Moral zeigen. Egal wo sie spielen und gegen wen es geht“, verdeutlicht der 46-Jährige seine Einstellung. Eine Einstellung, die seine Spieler durchaus annehmen. „Am vorigen Samstag sah es phasenweise aus wie Handball. Das habe ich auch der Mannschaft gesagt. Nur belohnt hat sie sich nicht“, hofft Halfmann auf den nächsten, den dann drittletzten Versuch. Auch weil, wie er anführt, „die anderen unter Druck stehen“. Immerhin rechnet der heutige Gastgeber noch mit der Rettung. Vielleicht nicht mit der Moral der Gäste, die sich mit Applaus aus der Liga verabschieden möchten und sich keine Wettbewerbsverzerrung im Abstiegskampf nachsagen lassen wollen.
Eine Etage tiefer werden sie dann den Versuch der Rückkehr starten. Dabei bleibt das Team bis auf Hubert Wittak zusammen. Der 40-Jährige wollte ursprünglich schon vor dieser Saison aussteigen,
Dass Martin Halfmann seine Zukunft und die der Hiltruper Handballer nicht auf Dauer in der Bezirksliga sehen möchte, verdeutlichen seine Aktivitäten. So kehrt mit Patrick Pohlmann ein Linksaußen von Sparta Münster nach Hiltrup zurück, und auch Jona Krone wird sich der Eintracht anschließen. Er kommt aus der A-Jugend des ASV Senden, wo er im rechten Rückraum agierte. Ein weiterer Rückraumspieler aus Bielefeld, der seine Ausbildung in Münster absolviert, wird sich ebenfalls anschließen.
„Wie schon in der Landesliga können wir keine Kracher holen, aber talentierte, junge Leute“, verweist Halfmann darauf, dass die Neuen alle um die 20 Jahre jung sind. Und seine Einstellung wird er ihnen auch vermitteln. |
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| Hallo Münster 26.04.2009 |
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