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News
| Kapitulation zur Halbzeit |
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Münster. Kapitulation zur Halbzeit. Handball-Landesligist DJK Eintracht Hiltrup wirft das Handtuch. „Wir bereiten uns jetzt auf die Bezirksliga vor, das habe ich der Mannschaft bereits gesagt“, kam es am Samstagabend sehr deutlich von Trainer Martin Halfmann, nachdem seine Truppe das Duell gegen die Ibbenbürener Reserve klar verloren hatte. Mit 2:24-Punkten liegt der Aufsteiger klar auf Abstiegskurs, die Aussichten direkt vor dem Rückrundenstart sind nicht rosig.
Nun kommt die Entwicklung in Hiltrup nicht wirklich überraschend. Mit dem Aufstieg vor Halbjahresfrist fiel der Ausstieg von vier Stammspielern zusammen. Ein gerade in Hiltrup untypisches Phänomen. Handball-Boss Jürgen Lewitz erinnert sich an die gute alte Zeit, an die eigenen Aufstiege. „Damals wurde kräftig gefeiert und dann gemeinsam die nächste Liga in Angriff genommen.“ Dieses Mal aber entschieden sich Patrick Pohlmann und Philipp Keilmann für einen Wechsel zu Sparta Münster, während Thorsten Bahr und Maurice Sieme beim Bezirksligisten Münster 08 etwas kürzertreten wollten. Alles für Lewitz wenig nachvollziehbar. Zudem sportliche Verluste, die nicht zu kompensieren waren.
Das war damals schon klar. Auch dem neuen Trainer, den die Hiltruper vor dieser Spielzeit suchen mussten. Letztlich fiel die Wahl auf Martin Halfmann, einen Mann aus den eigenen Reihen, der Holger Wilke ersetzte. Er stellte sich der Aufgabe, weil er seinem Club helfen wollte. Und nicht im Glauben, große sportliche Erfolge zu feiern. „Es geht für uns nur um den Klassenhalt. Und das wird schwer genug“, wusste er schon vor dem Saisonstart.
Die Hiltruper sind das Abenteuer Landesliga vernünftig angegangen. Sie haben sich von Beginn an nichts vorgemacht und sind von einer schwierigen Saison ausgegangen. Nach 13 Spielen nun die befürchtete Zwischenbilanz: zwölf Niederlagen und nur ein Erfolgserlebnis gegen Hohne/Lengerich. Im Schnitt verlieren die Hiltruper ihre Spiele mit 26:31. Und der rettende drittletzte Rang ist bereits um sieben Punkte entfernt. Die schlimmsten Befürchtungen sind also eingetreten, werfen die Eintracht aber nicht um.
Denn ein Ausverkauf nach dieser Saison steht nicht zu erwarten. „So wie es aussieht, werden alle bleiben“, freut sich Lewitz. Das gilt für die Spieler und den Trainer. „Wir schieben also keinen Frust, sondern blicken nach vorne.“ Für Lewitz hat diese Spielzeit auch etwas Gutes. „Unsere junge Mannschaft sammelt enorm viel Erfahrung, und die nimmt ihr keiner.“
Also wird das kein Abstieg mit Ansage für die Hiltruper, sondern es endet ein Abenteuer mit Ansage. Aber davor steht noch die komplette Rückrunde. Am Samstag (18.30 Uhr) empfängt die Eintracht den Tabellensiebten HSG Gadderbaum Bielefeld.
VON MICHAEL SCHULTE, MÜNSTER |
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| Westfälische Nachrichten 22.01.2009 |
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